Gemeinschaftspraxis Hradschin 14
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Knochenaufbau

Knochenaufbau (Augmentation)

In Verbindung mit dem Einsetzen von Implantaten kann es nötig sein, resorbierten Knochen wieder aufzubauen. Damit ein Implantat stabil und dauerhaft im Kiefer verankert ist, sollte es rundum von Knochen in einer Dicke von wenigstens einem Millimeter umgeben sein. Oftmals ist die Höhe und Breite des Kieferkamms durch Voreingriffe bzw. die natürliche Resorption des Knochens nach einer Zahnentfernung limitiert.

Ist nicht ausreichend Knochensubstanz in der Horizontalen und/oder Vertikalen vorhanden, muss im Vorfeld oder während der Implantation Knochen aufgebaut werden. Diesen Vorgang bezeichnet man als Augmentation.

Verwendung findet dabei körpereigener Knochen oder Knochenersatzmaterial. Der eigene Knochen kann aus der Kinnregion oder dem Kieferwinkel entnommen werden. Dabei entstehen keine äußerlich sichtbaren Veränderungen. Die Entnahmestelle regeneriert sich wieder. Knochenersatzmaterialen werden entweder synthetisch hergestellt oder aus der Natur gewonnen. Es handelt sich um Granulate, die in mehreren Schritten aufgereinigt werden und nur noch die Grundsubstanzen des Knochens - Kalzium und Phosphat - in kristalliner Form enthalten. Diese dienen als Leitschiene zur Neubildung von Knochensubstanz.

 

Befestigung des Knochenersatzmaterials

Der Knochenblock bzw. das Knochenersatzmaterial müssen mit dem vorhandenen Knochen verbunden werden. Kompakte Blöcke werden mit Schrauben am Knochen fixiert. Dies wird in einem gesonderten Eingriff vor der Implantation vorgenommen. Während der Implantation werden diese Schrauben dann wieder entfernt. Knochenersatzmaterialien werden in der Regel mit einer Membran abgedeckt. Diese verhindert das rasche Einwachsen von Bindegewebe in das Augmentat und begünstigt somit die bessere knöcherne Durchbauung. Es gibt resorbierbare  und nicht resorbierbare Membranen, letztere müssen später wieder entfernt werden.

Knochenaufbau vor oder während der Implantation

Wichtigstes Entscheidungskriterium ist die Primärstabilität des Implantates beim Einbringen in den Restknochen. Kann das Implantat im vorhandenen Knochen ausreichend stabil verankert werden, können vorhandene Defizite während der Implantation ausgeglichen werden. Fehlt zu viel Knochen um ein Implantat stabil einzubringen, muss das Knochenlager im Vorfeld aufgebaut werden. Im Frontzahngebiet spielt zusätzlich die ästhetische Komponente eine Rolle.

 

Kieferhöhlenaufbau

Nach Entfernung von Seitenzähnen im Oberkiefer kommt es häufig zu Resorptionen im Bereich des Kieferhöhlenbodens (eine der sogen. luftgefüllten Nasennebenhöhlen). Dadurch wird der Anteil des Knochens, der für eine Implantation vorhanden ist, stark limitiert. Eine Implantation wird dadurch zwar erschwert aber nicht unmöglich. Die Kieferhöhle ist von einer Schleimhaut ausgekleidet. Diese kann in einem standardisierten Verfahren über ein kleines Fenster im Oberkieferknochen gelöst werden. Die dabei entstandene "Tasche" kann mit Knochenersatzmaterial oder eigenem Knochen gefüllt werden. Das Augmentat heilt ca. ein halbes bis dreiviertel Jahr ein. Im Anschluss kann eine Implantation erfolgen.

 

 

 

Sie sehen also, dass "fehlender" Knochen keine Kontraindikation für Zahnersatz auf Implantaten ist. Je nach Ausgangslage ist nur der Aufwand unterschiedlich mit dem dieses Ziel erreicht werden kann. Die individuelle Beratung ist in jedem Fall nötig


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